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Abraham à S. Clara, Centi-Folium Stultorum ...oder Hundert Ausbündige Narren. Nürnb. 1709.
Los 498
Kategorie Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Autor Abraham à S. Clara (d. i. U. Megerle)
Abraham à S. Clara (d.i. U. Megerle): Centi-Folium stultorum in quarto. Oder hundert ausbündige Narren ... Wien: Megerle und Nürnberg: Weigel (1709). 19 x 15,5 cm. Mit 101 (100 gest.) Tafeln. Kupfertitel, Titel in Rot und Schwarz, 2 Bll. Vorrede (alles stärker beschädigt), 404 SS., 2 Bll. Ldr.

(Beschabt und bestoßen. Kupfertitel stark beschädigt und unsachgemäß aufgezogen, typogr. Titel nur fragmentarisch vorhanden, ebenso erstes Blatt der Vorrede, zweites Blatt ders. mit Randverstärkung, zu Beginn wasserrandig, später stock- und etwas gebrauchsfleckig; einige Tafeln mit z. T. reparierten Beschädigungen. Innengelenk angebrochen.)

Dünnhaupt 163 F5.1. Bertsche 52a. Jantz 310. Hayn/Got. I, 593. - Erste Ausgabe und wohl erster Druck (?) nach den Identifizierungszeichen Dünnhaupts "Vorred" und "Warheit". Bertsche schreibt jedoch das Kennzeichen "Warheit" auch dem 2. Druck zu. Das dritte Kennzeichen "erbaulicher" auf dem Titel für uns nicht identifizierbar wegen des fehlenden Teilstückes in vorliegendem Exemplar. - Nach Horber, Echtheitsfragen ist Abraham à Sancta Clara nicht der Verfasser. "Der Tradition von Sebastian Brants 'Narrenschiff' folgend, geißelt der anonyme Verfasser verschiedene personifizierte menschliche Narrheiten" (Dünnh.). - Die Kupfer porträtieren 100 von ihrer Leidenschaft besessenen "Narren" in Berufs- oder Freizeitbeschäftigungen mit jeweils gestochenen sechszeiligen Versen. Zum Schluss eine leere Tafel "Gar kein Narr" zur unterhaltsamen Selbstreflektion der Leser. Unter den Kupfern sind 65 Wiederholungen aus Johann Christoph Weigels früherem Werk. - Bis auf den beschädigten Beginn des Bandes und wenigen reparierten Tafeln noch recht ansehnlich.


Schätzpreis € 400
Zuschlag € 450