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A. Oehlenschläger, Die Inseln im Südmeere. 4 Bände. 1826.
Los 174
Kategorie Literatur des 17. bis 19. Jahrhunderts
Autor Oehlenschläger, Adam
Oehlenschläger, Adam: Die Inseln im Südmeere. Ein Roman. 4 Bde. Stuttgart und Tübingen: Cotta 1826. 16 x 9,5 cm. XVI, 424 SS.; 2 Bll., 463 SS.; 2 Bll., 478 SB.; 2 Bll., 403 SS. Marmor. Pp. m. Rs.

(Unbedeutende Altersspuren).

Goed. VI, 170, 27. Ullrich 134 f. - Erste deutsche Ausgabe des 1824-1825 auf Dänisch erschienenen utopisch-robinsonadenhaften Romans. Die Bogenbezeichnung lautet zwar ‚Oehlenschlägers Insel Felsenburg', das Eiland wird auch so genannt, das Werk hat aber nur entfernte Ähnlichkeit mit dem bekannten Schnabel'schen Werk aus der Zeit der Aufklärung. Die Handlung spielt zu gewissen Teilen auch in Mitteleuropa, der Ton ist alles andere als pietistisch-aufklärerisch und manchmal entbehrt das Opus nicht einer gewissen ironischen Komik: „Wir Dänen, sprach er, müssen mehr als andere Menschen trinken, weil wir hier mitten im Meere wohnen, um uns gegen die feuchten Dünste des Oceans zu wahren. Ein Rausch ist an und für sich nicht zu tadeln, wenn ... er der Gesundheit keinen Abbruch thut. Ich bin eigentlich nie besoffen, und verliere nie mein körperliches Gleichgewicht ... Sonst trinke ich gewöhnlich alle Tage nur vier Flaschen Wein. Der Sonntag allein ist eine Ausnahme, da trinke ich zwölfe und gerathe dadurch in drei verschiedene Zustände, die ich Euch gleich beschreiben will..." (usw.). Adam Gottlieb Oehlenschläger (1779-1850) gilt als Hauptvertreter der dänischen literarischen Romantik und wurde von Steffens, Tieck und Novalis beeinflusst. - Titel mit Stempel der Fürstl. Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek in Seyfriedsberg.
Schätzpreis € 750