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L. Schneider-Kainer. Lübeck. 10 Original-Steinzeichnungen. o. O., 1915. - Ex. 17/50. L. Schneider-Kainer. Lübeck. 10 Original-Steinzeichnungen. o. O., 1915. - Ex. 17/50. L. Schneider-Kainer. Lübeck. 10 Original-Steinzeichnungen. o. O., 1915. - Ex. 17/50.
Los 508
Kategorie Ill. Bücher, Mappenwerke, Kunstliteratur bis 1945
Autor Schneider-Kainer, Lene
SCHNEIDER-KAINER, LENE Lübeck. 10 Original-Steinzeichnungen. o.O., 1915. 39,5 x 52 cm. Lithogr. Titel und 10 monogr. und num. Farblithographien auf Bütten. In OrPp.-Mappe mit lithogr. Deckeltitel.

(Mappe stärker gebräunt und stockfleckig, Defekte am Rücken. Die Lithographien t. an den Rändern mit schmalen Knickspuren.)

Nr. 17 von 50 Exemplaren, im Druckvermerk signiert und datiert. - Die wohl seltenste und am wenigsten bekannte Folge von Lithographien der jüdischstämmigen Künstlerin, gehalten in farbkräftigem expessionistischen Stil. - Lene Schneider-Kainer (Wien 1885 - 1971 Cochabamba/Bolivien) spielte eine bedeutende Rolle im Berlin der Zwanziger Jahre. Sie war u.a. mit Else Lasker-Schüler, die sie porträtierte, Franz Werfel, Arnold Schönberg, Herwarth Walden und Gret Palucca befreundet. Ihren künstlerischen Durchbruch erhielt sie in 1917 mit einer Einzelausstellung von Ölgemälden in der Galerie Gurlitt. Für Aufsehen sorgten u.a. ihre Illustrationen zu den Hetärengesprächen des Lukian oder lithographische Mappenwerke mit weiblichen Akten. Mit Fotos und Aquarellen dokumentierte sie 1926 bis 1928 eine Asienreise als künstlerische Begleiterin des Dichters Bernhard Kellermann im Auftrag des 'Berliner Tageblatts'. 1931 zog Schneider-Kainer nach Ibiza und emigrierte 1937 nach New York, wo sie sich zunächst hier und später in Bolivien eine neue Existenz aufbaute.
Heute ist Lene Schneider-Kainer weitgehend in Vergessenheit geraten und nur noch wenigen Sammlern bekannt.
Schätzpreis € 1.200