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Guilelmus Parisiensis, Postilla super epistolas et evangelia. Augsburg 1495. Guilelmus Parisiensis, Postilla super epistolas et evangelia. Augsburg 1495. Guilelmus Parisiensis, Postilla super epistolas et evangelia. Augsburg 1495. Guilelmus Parisiensis, Postilla super epistolas et evangelia. Augsburg 1495.
Los 36
Kategorie Alte Drucke bis 1600
Autor Guilelmus Parisiensis (Ed.)
Guilelmus Parisiensis (Ed.): Postilla super epistolas et evangelia de te[m]pore et sanctis et pro defunctis. 2 Tle. in 1 Bd. Augsburg: Johannes Schönsperger. 'xxxiiij Kal. Octobris' 1495.
19,5 x 13,7 cm. 161 Bll. (st. 162; davon 2 Bll. hs. ergänzt, ohne das letzte leere Bl.). Lagen: a-m8 [f1, f8 hs. ergänzt], n6; a-f8, g6, h8-1. 2 Spalten zu 40 bzw. 47 Zeilen. Got. Typen. Mit Titelholzschnitt und 52 (st. 53) Textholzschnitten. Von Hand eingemalte Initialen in brauner Tinte.
Blindgepr. Schweinsleder über Holzdeckeln auf vier Bünden, die Deckel mit Rahmen aus drei Rollen: "Fides-Fortitudo-Caritas-Spes L.B.", "Melanchthon-Karl V.-Hus-Erasmus", "Drei Köpfe u. drei Schilde (Sachsen, Kur, Marke LB)".

(Lederschließbänder verloren. Die fehlenden Blätter f1 und f8 in alter Zeit handschriftlich ergänzt. Titelblatt mit großen Fehlstellen und defektem Holzschnitt wie auch weitere Lagen später neu angefalzt. Das letzte vorhandene Blatt mit größerem Ausschnitt unten im w. Rand. Stellenweise stärker gebrauchsfleckig und etwas gebräunt. Einige ältere Randreparaturen. Sehr zahlreiche angeschnittene zeitgenössische Tintenmarginalien.)

GW 12011. H 82882 (Tl. 2) u. 8297 (Tl. 1). BSB-Ink H-171. Seiten- und meist zeilengetreuer Nachdruck der Schönsperger-Ausgabe von 1494. Beim unsinnigen Tagesdatum scheint es sich um einen Setzfehler zu handeln.
Die 'Postilla' wird in der wissenschaftlichen Literatur und in Bibliothekskatalogen häufig dem Nürnberger Dominikaner Johannes Herolt († Regensburg 1468) zugeschrieben. Nach Nikolaus Paulus ist seine 'Postilla super evangelia' 1437 und die 'Postilla super epistolas' 1439 entstanden, aber ungedruckt geblieben. Der französische Dominikaner und Pariser Theologieprofessor Guilelmus Parisiensis (um 1437-1485) ist vielmehr als Herausgeber und Bearbeiter der Heroltschen Postilla anzusehen.
Der Einband unserer Ausgabe stammt laut Haebler I, 58, 2. u. 3. von einem in Görlitz ansässigen Buchbinder mit den Initialen 'L. B.'. Haebler gibt den vorliegenden Band, der sich einst in der Bibliothek des Stiftes Melk befunden hat, als Quelle an. Auf S.II/220 nennt er unter Melk 4 c. mit Verweis auf den vorliegenden Band einen weiteren hier vorhandenen Rollenstempel (wohl ungenau).
Auf dem vorderen flieg. Vorsatz und im Text findet sich der ovale Sammlerstempel des österr. Erzherzogs und Thronfolgers Franz Ferdinand: "Privatbesitz Franz Ferdinand v. Österreich-Este".
Schätzpreis € 3.000
Zuschlag € 3.000