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A. Augustinus. - De vera & falsa poenitentia (Fragm.). Köln, J. Gymnich, 1528. - Platteneinband von Pieter de Keysere, Gent. A. Augustinus. - De vera & falsa poenitentia (Fragm.). Köln, J. Gymnich, 1528. - Platteneinband von Pieter de Keysere, Gent.
Los 260
Kategorie Alte Drucke bis 1600
Autor Augustinus, Aurelius
Genter Platteneinband von Pieter de Keysere. 144 x 98 mm. Braunes Leder, beide Deckel mit Rahmen aus doppelten Streicheisenlinien, im Mittelfeld jeweils ein Plattenstempel (116 x 69 mm) mit einer figurenreichen Darstellung: Hinter einem Hügel ragt eine Stadt mit sechs Türmen auf, darunter der Belfried, der Wachtturm von Gent mit seinem Drachen auf der Spitze; im Vordergrund sitzt in einem von Palisaden umgebenen Gärtchen inmitten von Blumen die "Pucelle de Gand", eine emblematische Figur einer Jungfrau, in der rechten Hand eine Blume haltend, die linke Hand auf dem Kopf eines ihr zur Seite liegenden Löwen ruhend. Auf einem horizontalen Band darunter der Name des Binders "PETRVS CESARIS". Das Bild wird umgeben von einer Legende in gotischen Buchstaben "o · qvantvm · bonvm · est · obstare · ..." Im oberen rechten Winkel wird die Schrift durch einen Vierpass unterbrochen, in den unteren Winkeln durch die Initialen des Binders P und C.

Inhalt: Aurelius Augustinus: [De uera et falsa poenitentia liber unus. Eiusdem de contritione cordis liber unus. Eiusdem de contemptu mundi ad clericos liber.I.] [Köln: Joh. Gymnich (1528)]. Fragment: Ohne das Titelblatt. Nur die Tle. II und III vorhanden: (C8), D-E8 (die beiden letzten Bll. leer). Mit zahlr. Hz.-Initialen; rubriziert.

(Einband mit stärkeren oberflächlichen Bezugsdefekten. Faksimiliertes Titelblatt beiliegend. Vorderes fliegendes Vorsatz mit zeitgenöss. Angaben zum Titel, woraus hervorgeht, dass der Band schon damals nicht komplett war. Erste Seite mit Besitzeintrag der Klosterbibliothek Mont-Saint-Éloi (Montis Sti Eligii). Teils leicht wasserrandig.)

Vgl. Goldschmidt 114 u. Tafel XLIV (identischer Einband). ADB 15, S. 699f. - Der Genter Drucker und Buchhändler Pieter de Keysere war seit 1511 auch als Buchbinder tätig. Sein letzter Druck datiert von 1547, danach scheint er sich ganz der Buchbinderei und seinen Pflichten als Notar und dem Buchhandel gewidmet zu haben.
Zum Inhalt s. VD16 A 4314.
Schätzpreis € 200
Zuschlag € 140