Inhalt Katalog 152

Die Auktion „Moderne und zeitgenössische Graphik  - Moderne Bücher“ umfasst über 760 Katalognummern. Das reichhaltige Angebot beinhaltet unter anderem Werke von Käthe Kollwitz und Ernst Barlach über Georges Braque, Pablo Picasso, Joan Miró und Marc Chagall sowie Joseph Beuys, Dieter Roth, Wolf Vostell bis zu Josef Albers, Heinz Mack, Gerhard Richter und Sigmar Polke.

Den Auftakt bildet eine umfangreiche Sammlung von Multiples und Graphiken von Joseph Beuys. Unter den 65 Katalognummern stechen unter anderem die Photographie mit Streichholzbrief „Am Klavier Georg Jappe“ (€ 2000), die 3-D Farbpostkarte „Cosmos und Damian“ (€ 1500) und die „Dollarnoten“ aus dem Jahr 1978 (€ 1500) hervor. Für zwei Photoradierungen „Das Kapital“ werden jeweils € 2000 erwartet.

Gerhard Marcks ist ebenfalls mit einem umfangreichen Angebot vertreten. Ein Teil der 31 Losnummern mit Bleistiftzeichnungen und Druckgraphiken des Künstlers wird zugunsten der Kardinal-Meisner-Stiftung, Köln versteigert. Auch zahlreiche weitere Werke, wie beispielsweise Radierungen und Lithographien von Marc Chagall sowie Zeichnungen von Josef Hegenbarth, darunter Szenen aus dem Kreuzweg (€ 3000), kommen zugunsten der Stiftung zum Aufruf.

Höhepunkte der Druckgraphik der Klassischen Moderne bilden unter anderem Max Beckmanns Kaltnadelradierung „Auferstehung (aus: Gesichter)“ von 1918 (€ 4000), ein Probedruck  der Farblithographie „Hofkirche in Dresden“ von Otto Dix (€ 3500) und Serge Poliakoffs „Komposition in Gelb“ von 1965 (€ 4000).

Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken von Eberhard Viegener werden in 14 Losnummern angeboten, darunter eine Ansicht von Arnsberg in Öl auf Hartfaser aus dem Jahr 1965 (€ 2000) und die Holzschnitt-Folge „Totentanz“ von 1919 (€ 1200).

Die Mappe „Köpfe“ von 1921 (€ 2000) beinhaltet 12 Porträt-Radierungen, die jeweils vom Künstler und den Porträtierten unterzeichnet sind, darunter Porträts von Hans Thoma, Heinrich Mann, Heinrich Wölfflin, Ferruccio Busoni sowie Max Liebermann.
Für Salvador Dalís Mappenwerk „Mémoires du Surrealisme“, welches 12 Blatt Farblithographien auf Kaltnadelradierungen umfasst, werden € 9000 erwartet, während die Kassette „Selbstbemalung I“ mit 15 SW-Fotografien von Günter Brus mit € 6000 taxiert ist.

Von Victor Bonato können sechs Glas-Spiegel aus den 1960er und 1970er Jahren mit Taxen von €900 bis € 1000 angeboten werden. Einen Kontrast hierzu bilden die im gleichen Zeitraum entstandenen Werke mit organischen Materialien „In Oelpe scheperts (Braunschweiger Landschaft mit Käsebäumen)“, eine Arbeit mit Schmelzkäse über Offset aus dem Jahr 1973 von Dieter Roth (€ 3000) und Wolf Vostells „Salatkiste“ von 1970/71 (€ 3000). Von Michael Buthe wird ein mit Öl-Lackfarbe überarbeiteter Holzrahmen mit aufgeschnittener Leinwand aus dem Jahr 1968 angeboten (€ 4000).

Aus der Sammlung des Galeristen August Haseke werden unterschiedliche Graphiken, überwiegend der späten 1960er Jahre, versteigert; darunter einige Collagen von Jiří Kolář sowie Arbeiten von Konrad Lueg, Gotthard Graubner, Zdeněk Sýkora und Ben Vautier.

Die Pop-Art ist unter anderem mit Tom Wesselmanns 135 x 165 cm großem Farbsiebdruck „Scribble Version of Still-Life No. 58“ (€ 3000) und Roy Lichtensteins Lithographie und Siebdruck „Mirror # 6“ (€ 2500) vertreten.
Unter den Graphiken von Gerhard Richter treten drei Exemplare der Schweizer Alpen (Taxen € 8000 bis € 9000), die „Blattecke“ (€ 3000) und der Farboffsetdruck vor der Schrift „Seestück (Gegenlicht)“ (€ 3500) hervor.

Neben dem umfassenden Bestand von Druckgraphiken, bilden zahlreiche Papierarbeiten in unterschiedlichen Techniken einen weiteren Schwerpunkt. Darunter ein Aquarell „Friesisches Haus, im Frühling“ von Friedrich Karl Gotsch (€ 3000), eine Ansicht von Rodenkirchen, von Anton Räderscheidt 1952 in Aquarell ausgeführt (€ 2500), „ Sieben Marionetten“ in Feder und Buntstift von Paul Flora (€ 2500) sowie Aquarelle und Pastelle von Klaus Fußmann und Papierarbeiten von Rolf Cavael. Die Rötelzeichnung „Happening“ von Werner Tübke ist mit € 3000 taxiert. Von Raimund Girke werden in sieben Katalognummern Werke in Öl bzw. Aquarell auf Karton offeriert (€ 500 bis € 1600).

Abgerundet wird unser Angebot durch einige Bronzen, darunter zwei Werke von Clemens Pasch, „Jeune Fille Debout“ (€ 1200) und das „Mädchen im Rahmen“ (€ 1500), ein „Stehender Jüngling mit Tuch“ von Ernesto de Fiori (€ 3600), Marg (Margarete) Molls „Spatz“ von 1946 (€ 2500) sowie Bronzen von Bruno Bruni und Paul Wunderlich.

Unter den Modernen Büchern ist schließlich „Die träumenden Knaben“ von Oskar Kokoschka -  sicherlich eines der schönsten Künstlerbücher des frühen 20. Jahrhunderts - ein Höhepunkt. Die erste Veröffentlichung des 21jährigen Künstlers in einem Exemplar der ersten Ausgabe von 1908 aus dem Verlag der Wiener Werkstätte ist mit € 12.000 taxiert.

Ein weiteres Highlight ist Fernando de Rojas „Célestine“, welches im Jahr 1971 erschien und 66 Radierungen von Pablo Picasso enthält. Die ins Französische übersetzte spanische Tragikomödie aus dem 16. Jahrhundert ist das letzte von Picasso illustrierte Werk (€ 30.000).

 
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